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Die Weltrevolution neoliberaler Systemclowns

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Die Weltrevolution neoliberaler Systemclowns

Nach dem Untergang der Sowjetunion haben die USA umgehend ihre eigene Weltrevolution begonnen. Weltrevolution ist natürlich ein wenig zu klein, deshalb benennen die US-Neocons gleich ein neues Zeitalter nach sich: The New American Century.

Gefährlicher Unsinn

Auch wenn die Messiase des militärischen Sicherheitsapparates zu Zeiten des Kalten Krieges gerne ihren Unsinn verbreitet haben, die Sowjetunion wäre das letzte Hindernis zu einer Welt ohne Atomwaffen, einem Zeitalter ohne Krieg bla, bla, bla, nicht nur die Geschichte, sondern auch die Gegenwart lehren: Die Menschheit ist ohne Krieg nicht vorstellbar. Atomwaffen haben nichts daran geändert. Die größten Atommächte, allen voran die USA, führen permanent Kriege.

Die neue neoliberale Nato

Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas sind eingeäschert. In Osteuropa übernimmt die Nato nicht nur immer mehr ehemalige Satellitenstaaten und Sowjetrepubliken, sondern der Generalsekretär der Nato ist selbst zu einem Spezialisten für die Verbreitung "sowjetischer" Propaganda geworden. Wer die Nato immer noch als Bündnis kollektiver Selbstverteidigung sieht, glaubt vermutlich auch an den Überfall Polens auf das Deutsche Reich. Die Liste der Polen, von denen das "Verteidigungsbündnis" angegriffen wurde, wird immer länger.

Nach dem Untergang der Sowjetunion ist die Nato weltweit in die Offensive gegangen. War die Nato zu Zeiten des Kalten Krieges noch ein militärisches Bündnis zur territorialen Selbstverteidigung, haben neoliberale Systemclowns daraus eine Kriegsmaschinerie zur weltweiten Verbreitung ihrer Werte gemacht. Die alte Nato verteidigte das Territorium Westeuropas und Amerikas nördlich des Wendekreises des Krebses, die "Sowjetideologen" der neuen Nato verteidigen global ihre angeblich "universellen Werte". Im Gegensatz zur idealistisch-plakativen Sowjetpropaganda sind die Nato-Spezialisten für Lügenpropaganda allerdings deutlich fortschrittlicher und sprechen nicht von der Verbreitung, sondern von der Verteidigung ihrer Werte. Diese Werte sind aber nur das Feigenblatt neoliberaler Lügenrevolutionäre.

Die grundlegende Neuorientierung, sich von der Verteidigung eines begrenzten Territoriums zu verabschieden, und in die Fußstapfen der Sowjets zu treten, um "universelle Werte" gewaltsam zu verbreiten, macht die neoliberale Nato besonders aggressiv. Die "universellen Werten" sind wie im sowjetische Vorbild nur Fake und Machtanspruch. In den Ländern, in denen das "Verteidigungsbündnis" Krieg führt, kann man seine Werte studieren. Dabei stellt sich heraus, daß der einzige "universelle Grundwert", den neoliberale Systemclowns der Nato in ihren selbstgewählten Kriegen zumindest bisher durchgängig beachten, das Prinzip ist, nur Staaten einzuäschern, die ihrem Bombenterror aus der Luft hilflos ausgeliefert sind.

Die neuen Strukturen der neoliberalen Weltrevolutionäre

Auch wenn gerne behauptet wird, die Nato sei in den Zeiten des Kalten Krieges stehen geblieben, tatsächlich hat sie sich blitzschnell gewandelt, um umgehend das von den Sowjets hinterlassene Machtvakuum auszunutzen und ihre neoliberale Weltrevolution zu beginnen.

Der Rücktritt Gorbatschows am 25.12.1991 markiert den Untergang der Sowjetunion. Um nicht "out-of-order" zu gehen, wurde das "Verteidigungsbündnis" bereits im Folgejahr durch das Konzept von „out-of-area“-Einsätzen beerdigt. Statt Verteidigung wurden die Zeichen weltweit auf Sturm umgestellt. Im Juni 1996 wurde das Konzept der „out-of-area“-Einsätze durch das Konzept der Combined Joint Task Force (CJTF) (Bereitstellung multinationaler Truppen für internationale Einsätze) erweitert, um die Nato-Mitgliedstaaten in Europa in die Lage zu versetzen, auch ohne die USA weltweit Krieg führen zu können. Statt dieser neoliberalen Systemänderungen hätte man den Nordatlantikvertrag auch zerreißen können, denn was neoliberale Systemclowns aus der Nato gemacht haben, steht in direktem Widerspruch zu den vertraglich vereinbarten Zielen des Nordatlantikvertrages. Um nicht überflüssig zu werden, haben sich Nato-Systemclowns und Militärs einfach eine neue Mission ausgedacht und ihre "Aufgaben" auf die Welt ausgedehnt. Deshalb ist die Weld so sicher geworden. Mit der Schaffung der neuen Offensivkapazitäten waren die Kriege, für die die neuen Strukturen geschaffen wurden, nur eine Frage der Zeit.

Keine 8 Jahre nach dem Untergang der Sowjetunion haben die humanitären Bomber der Nato vom 24.03.1999 bis zum 09.06.1999 das erste mal auch gleich in Europa kurzen Prozeß gemacht. Das "Verteidigungsbündnis" hat Jugoslawien ohne Eintritt des Bündnisfalles, laut ursprünglicher Nato einzig legitimer Kriegsgrund (Artikel 5 Nordatlantikvertrag, bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere Parteien des Vertrages), bombardiert. Noch schöner: Die Nato-Offensive im Bürgerkrieg erfolgte auch ohne ausdrückliches UN-Mandat, obwohl sich die Nato-Parteien verpflichtet haben "in Übereinstimmung mit der Satzung der Vereinten Nationen jeden internationalen Streitfall, an dem sie beteiligt sind, auf friedlichem Wege so zu regeln, das der internationale Friede, die Sicherheit und die Gerechtigkeit nicht gefährdet werden, und sich in ihren internationalen Beziehungen jeder Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar ist." (Artikel 1 Nordatlantikvertrag) Die Nato hat ihre Offensive dazu benutzt, in Europa mit Gewalt neue Grenzen zu ziehen.

Der bisherige Gipfel der Unverschämtheiten neoliberaler Weltrevolutionäre

Neben den „out-of-area“-Bombern und dem internationalen Einsatz multinationaler Truppen (CJTF) ist zur ursprünglich einzigen Daseinsberechtigung der Nato, der territorialen Selbstverteidigung nach Artikel 5, noch ein drittes "strategisches" Element hinzugekommen: Die "kooperative Sicherheit" durch Partnerschaften. Die neuen globalen "Partner" sind unter anderem Afghanistan, Australien, Indien, Irak, Japan, Mongolei, Neuseeland, Pakistan und Südkorea. Seit Mai 2018 ist Kolumbien der erste südamerikanische Nato-Partner. In Afghanistan mögen sich Nato-Funktionäre für unentbehrlich halten, um "Sicherheit" zu produzieren und einen Exportweltmeister zu machen: Die Kolumbianer können das auch ohne neoliberale Natoclowns. Wie in Mexiko reichen bereits die "Hilfen" der Amerikaner, um optimal im Geschäft zu sein. Aber für Natoclowns auf Arbeitssuche ist ein Land, in dem noch länger als in Afghanistan Bürgerkrieg herrscht, der Traumpartner. Kleiner Tipp: Guatemala und Honduras sind auch noch zu haben.

Absurdität am Rande: Nach "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen" (Ulbricht) und "Tear down this wall, Mr. Gorbatschow" (Reagan) (klassische Propaganda implizierter Lügen: Da die Russen sich dem Druck Ulbrichts gebeugt haben, waren sie auch gleich verantwortlich für die Mauer. Initiiert und gebaut hat die Mauer plus Minengürtel und Selbstschußanlagen die DDR. Tatsächlich war die DDR besonders aggressiv, da es für sie immer ums Überleben ging.) lautet der neuste Mauerspruch neoliberaler "Freiheitsagitatoren": "Build this wall, build this wall, ..." (Trump). Wer will schon seine Partner im eigenen Land haben.

Ersatz der Wehrpflicht durch Berufsheere

Um der neoliberalen Weltrevolution mehr Truppen stellen zu können, haben die meisten Länder Europas ihre auf Wehrpflicht beruhenden Verteidigungsarmeen abgeschafft und durch Berufsheere ersetzt. In der BRD konnte ein stets frisch gegeelter Betrüger, der im Moment im selbstgewählten "Exil" lebt, in einer Überraschungsaktion die Wehrpflicht aussetzen. Die Jahrzehnte lang gültige aus den Erfahrungen der Vergangenheit gespeiste Auffassung, die Bundeswehr müsse durch die Wehrpflicht in der Bevölkerung verankert sein, wurde weggewischt, weil ein Clown sich darin gefiel, wieder sagen zu können, Deutschland sei im Krieg. Das öffentliche Ansehen des Berufsheeres ist entsprechend: Statt für neoliberale Systemclowns nach Afghanistan besser mal zum Arzt gehen. Natürlich kann man auch volles Verständnis für junge Leute haben, die kämpfen und weiter kommen wollen, aber bitte auf eigene Rechnung, nicht auf meine Rechnung. Kleiner Tipp: Neoliberale Systemclowns machen arm. Erfolg gibt es nur auf eigene Rechnung. Oder ohne Rechnung.

Der Nahe Osten der neoliberalen Weltrevolutionäre: Afghanistan und das internationale Modellkaliphat

Den längsten out of area Krieg führt die Nato in Afghanistan. Offizieller Kriegsgrund waren die vier mit entführten Flugzeugen gegen die USA geflogenen Selbstmordanschläge vom 11.09.2001. 15 der 19 Angreifer kamen aus dem internationalen Modellkaliphat Saudi Arabien. Der Drahtzieher der Anschläge, der ebenfalls aus dem Modellkaliphat stammende Osama bin Laden, war in den USA und Pakistan bestens vernetzt. Der pakistanische Geheimdienst hat nicht nur die Taliban benutzt, um die unter seiner Vermittlung eingesetzte Mudschahidin-Regierung (1992–1996) wieder auszuschalten und Platz für Al-Qaida zu schaffen, sondern auch bin Laden in Pakistan Unterschlupf gewährt. Der pakistanische Geheimdienst konnte jedoch nicht verhindern, daß die Amerikaner bin Laden fast 10 Jahre nach den Anschlägen aufgespürt und am 02.05.2011 liquidiert haben.

Der Einfluß der Kaliphen im globalen Nato-"Partner" Pakistan

Auch wenn die "Islamexperten" der Lügenpresse heute gerne alles in einen Topf schmeißen: Die Mudschahidin-Regierung war eine relativ gemäßigte und international durch die EU/USA anerkannte Regierung, die jahrelang gegen die Taliban gekämpft und verloren hat. Das "Islamische Emirat Afghanistan" der Taliban wurde dagegen nur von Pakistan und seinen Hintermännern in Saudi-Arabien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt. Sich für die saudischen Kaliphen im Krieg gegen den Terror zum Deppen machen zu lassen, hat neben Afghanistan auch Pakistan sehr teuer bezahlt: Mit zehntausenden von Toten und einem ökonomischen Desaster. Während sich die Nachbarn, insbesondere Indien und China, in den letzten 30 Jahren rasant weiterentwickelt haben, bewegt sich Pakistan in Richtung Afghanistan. Da bekommen die Sprüche von "strategischer Tiefe", mit der pakistanische Oberstrategen ihr Engagement in Afghanistan bewerben, gleich eine ganz neue Bedeutung. Über diesen Witz dürften nicht nur die Saudis lachen. ----Wahnsinn

Die Kriege der Natosupport-Kaliphen

Die beiden Talibaninstallierer Saudi-Arabien und die Vereinigte Arabische Emiraten bekämpfen im Nahen Osten jedweden Ansatz von Demokratisierung, denn dadurch sehen sie die Einmann-Herrschaft ihrer Kaliphen bedroht. Nicht nur in Afghanistan und Pakistan, in allen Bürgerkriegsländern des Nahen Osten (zur Zeit Bahrain, Irak, Jemen, Libyen und Syrien) unterstützen die Kaliphen ihre Hardcore-Islamisten, um Demokratie zu torpedieren und die Ansätze des "arabischen Frühlings" zurückzudrehen. Gleichzeitig stellen die Kaliphen in einer ganz klaren Win-Win Beziehung sicher, daß Nato-Funktionäre nicht Hartz IV beantragen müssen. Wer waren laut Wolfgang Clement (Ex-SPD) noch die Parasiten?

Der neuste Krieg der Kaliphen und ihrer Nato-Helfer

Auch im Jemen hat es einen "Frühling" gegeben, der zunächst in einen Bürgerkrieg mündete. Um den Jemen in die Restauration zurückzubomben, wurde er 2015 von einer Koalition unter Führung der Talibaninstallierer überfallen. Der Weltsicherheitsrat spricht in seiner Resolution 2216 davon, daß "alle Parteien konkrete Schritte unternehmen sollen, um eine einvernehmliche politische Lösung der Krise in Jemen im Einklang mit der Initiative des Golf-Koorperationsrates und ihrem Umsetzungsmechanismus und den Ergebnissen der umfassenden Konferenz des nationalen Dialogs zu vereinbaren und umzusetzen ..." Initiative hört sich viel besser an als in die Restauration zurückbomben. Die Golfnato unter Führung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten kennt viele Initiativen, die das genaue Gegenteil von nationalem Dialog, Demokratisierung, bla, bla, bla sind. Die Initiativen haben meistens lange Bärte und eine schwarze Fahne.

Für Amerikaner, die Nato und ihre Waffenhersteller sind die Saudis nicht demokratie- sondern systemrelevant, denn ohne den nach den Chinesen drittgrößten Waffenhaushalt dürften eine Menge "sicherheitsrelevanter Leute" arbeitslos werden. Trump und nach ihm die Briten, eigenen Angaben zufolge das Land mit den restriktivsten Waffenexporten, machen traumhafte Geschäfte, und Nato-Funktionäre sind Meister darin, sich Arbeit zu erhalten. Man kann natürlich noch eine andere Brille aufsetzen: Hinter jedem Krieg steckt der Iran, und der Kampf der angeblich "moderaten" Kaliphen gegen jede Veränderung in ihrer Nachbarschaft wird umgedeutet in einen schiitisch/sunnitischen Religionskonflikt. Dumm nur, daß die Golfnato sich noch ein wenig schneller selbst zerlegt hat als ihr Vorbild. Seitdem beim saudischen Kalifen mit Qatar und der Türkei auch Sunniten in Ungnade fallen, wird langsam offensichtlich, daß die Brille schräg ist. Für "Islamexperten" vielleicht einen Tick zu simpel: Tatsächlich töten sich Sunniten seit ca. 20 Jahren vor allem gegenseitig, denn sie sind klar in der Mehrheit.

Die schwarze Brille der Lügenpresse

Bei der Verursachung der Flüchtlingskrise steht die Nato so seltsam unbeteiligt und verantwortungslos da. Gibt es bei der Nato und ihren out of area Kriegen überhaupt noch etwas anderes als embedded journalism?

Wirtschaftliche Kriegsführung

Führt Nato-Bruder Nummer 1 einen Wirtschaftskrieg, führt er ihn auch immer gegen seine "Verbündeten". Ein Paradebeispiel, sich die Wirtschaftskriege der USA schön zu reden, ist der Iran. Die Schönredner erkären völlig zu Recht, daß das Handelsvolumen mit dem Iran gegenüber dem mit den USA wenig wirtschaftliche Bedeutung hat. Nur vergessen die Schönredner dabei, daß die USA morgen mit der Türkei, übermorgen mit Rußland und danach mit China einen Wirtschaftskrieg beginnen. Oder umgekehrt, wie sie gerade Bock haben. Vasallen und Natoclowns haben bei der Erklärung von Kriegen nichts zu melden. Im neuen amerikanischen Zeitalter machen alle Schönredner schön mit, ob sie wollen oder nicht.

Nicht erst seit Trump werden die Wirtschaftskriege so geführt, wie Nato-Bruder Nummer 1 Bock hat. Die drei größten Erdölförderländer sind seit Jahrzehnten in wechselnder Reihenfolge Rußland, Saudi Arabien und die USA. Als Nachschlag zum Ölschock von 1973 haben die USA ihren Vasallen gleich das eigene Exportverbot für US-Öl serviert, denn die Gelegenheit konnte nicht günstiger sein. Der Trick hatte schon damals trumpsche Primitivität: Auf andere (Saudi Arabien) zeigen, aber selber machen.

Man muß schon in einem US-gesteuerten Think Tank sitzen, um zu behaupten, der Import von Flüssiggas aus den USA erhöhe die Energiesicherheit. Die USA sind eines der wenigen Förderländer, die nicht auf die Einnahmen aus Energieexporten angewiesen sind. Daher können die USA nicht nur den Öl-, sondern auch den Gashahn jederzeit zudrehen. Länder, die auf die Einnahmen aus Energieexporten angewiesen sind, können das nicht. Verträge mit solchen Ländern sind nicht nur sicherer, sondern auch günstiger, weil beide Parteien aufeinander angewiesen sind und auf Augenhöhe miteinander verhandeln. Dafür sind die Amerikaner viel zu smart. Die zerreißen von heute auf morgen Verträge oder verhängen Sanktionen/Zölle. Auch wenn Fans des Clinton-Clans und die Lügenpresse es gerne anders darstellen: Trump ist in diesem Spiel nur der Reality-Twitter-Clown, der die Prügel einstecken wird, wenn diese "Strategie" floppt.

Welchen Wert die USA als Flüssiggaslieferant haben, kann man an der Ukraine testen. Als Rußland noch kein Feind war, war die Ukraine aufgrund äußerst großzügiger Konditionen weltgrößter Flüssiggasverbraucher. Mal sehen, ob die neuen Freunde auch so großzügig sind, oder ob die ein ganz anderes Geschäftsmodell verfolgen.

Rückblick auf die "gute alte" Nato: Besonders tödlicher Unsinn

Nur einen Knopfdruck vor der gegenseitigen Auslöschung zu stehen ist ein sehr labiles Gleichgewicht. Nur Clowns wissen nicht, daß ein labiles Gleichgewicht mit Sicherheit in ein stabiles Gleichgewicht übergeht. Insbesondere wenn Paviane und Schimpansen daran herumdoktern. Die Frage ist nur, wann. Der Kalte Krieg hat gezeigt, daß es mehrfach nur deshalb nicht zu einer Katastrophe gekommen ist, weil die, die hätten drücken müssen, keine moralisch überlegenen Idioten waren, sondern berechnend, klug und ungehorsam. Um das Risiko für die Großmächte zu verringern, wurde schon zu Zeiten des Kalten Krieges eine zusätzliche Sicherheitsbarriere eingeführt: Taktische Nuklearwaffen.

Die zusätzliche Sicherheitsbarriere: Dummköpfe und Verräter werden zuerst erledigt

All den Vasallen, die im Kalten Krieg das hohe Lied auf den "atomaren Schutzschirm" der Großmächte gesungen haben, war nicht bekannt, daß sie keinerlei Einfluß auf den Einsatz strategischer Atomwaffen haben. Damit die nuklearen Großmächte ihren "Schutzschirm" nicht direkt einsetzen zu müssen, gibt es taktische Nuklearwaffen. Bevor also direkt game over ist, können die Großmächte auf dem Schlachtfeld Europa erst einmal ausprobieren, wie sich ein atomarer Konflikt anfühlt. Dummköpfe und Verräter werden zuerst erledigt.

Zahlenspiele

Um nicht direkt selbst betroffen zu sein, zerreißen die Amerikaner im Kriegsfall den Atomwaffensperrvertrag und schicken ihre "Atommächte" Belgien, Deutschland, Italien, Niederlande und Türkei vor. Dummköpfe und Verräter sprechen von "nuklearer Teilhabe". Für diese 5 Staaten liegen insgesamt ca. 150 bis 200 Sprengköpfe bereit. Multipliziert man diese Zahl mit zwei, kommt man auf ca. 400 Sprengköpfe. Das ist eine Zahl, die die Welt an atmosphärisch eingesetzten Atomwaffen vertragen kann. Nur in Europa gehen dann die Lichter aus.

Die Zahl der bisher durchgeführten Atomexplosionen beträgt knapp 2.100, davon ca. 622 in der Atmosphäre. Nachdem die Großmächte bereits zu Beginn der 60-iger Jahre festgestellt haben, daß sie sich bei fortgesetztem Testtempo einen Atomkrieg sparen können, waren sie sich sogar auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges einig und haben atmosphärische Tests eingestellt (UdSSR: 25. Dezember 1962, USA: 9. Juni 1963).

Für Sicherheitsexperten, die schlecht schlafen können

Die letzten beiden Weltkriege haben gezeigt, daß sich die Amerikaner auch ohne Nato eine Gelegenheit in Europa nicht entgehen lassen. Plumpe Schutzgelderpressung kann man also getrost ignorieren, und zwar unabhängig davon, was sich ein US-Präsident morgens gerade runtertwittert. Ein mit Atomwaffen geführter Krieg dürfte für Europa der letzte sein. Trotzdem und obwohl selbst ein Land wie Afghanistan amerikanischen als auch russischen Besatzern das Genick brechen kann, können sich europäische Sicherheitsclowns angeblich nicht ohne die Atomwaffen der USA selbst verteidigen.

Nicht nur Afghanistan, auch Mexiko und Kolumbien brauchen weder Atomwaffen noch einen großen Bruder. Um sich von ihren südlichen "Partnern" abzuschotten, haben sich die Freiheitsapostel der USA bereits seit längerem von der DDR inspirieren lassen. Der "antifaschistische Schutzwall" war allerdings viel schneller fertig, während die US-Mauer nicht erst seit Trump gebaut wird. Nur Dummköpfe und Volksverräter wiegen sich in Sicherheit, wenn Europa als Schlachtfeld für die mit Abstand größten Atommächte präpariert wird.

Dummer Weise ist es auch nach dem Untergang der Sowjetunion nicht dazu gekommen, daß die "Erbfeindschaft" mit Rußland analog zu der mit Frankreich beigelegt wird, denn in einem Krieg gibt es nichts zu gewinnen. Von Spannungen profitieren neoliberale Natoclowns. Die sind dank ihrer permanenten Osterweiterungen schon fast in Moskau angekommen und träumen von Regimewechsel. Frieden sieht anders aus, aber wer will schon, daß neoliberale Natoclowns nur noch Hartz IV bekommen und auf die Verbreitung ihrer Werte verzichten müssen.

Für gedächnisschwache deutsche Natoclowns mit atomaren Selbstmordphantasien

Obwohl Deutschland die letzten beiden Kriege verloren hat, steht die BRD längst wieder als Sieger der Nachkriegsentwicklung da. Ein kleines Geheimnis: Entgegen jeder Propaganda stellt sich nach jedem Krieg heraus, daß das Überleben im Krieg noch wichtiger als das Gewinnen ist. Wer tot ist, ist ausselektiert. Daher kann man die atomaren Selbstmordstrategien getrost den Großmächten überlassen, erst recht, da in diesen Strategien als erstes die "Verbündeten" geopfert werden. Auch Deutschland ist schon sowohl mit amerikanischen als auch russischen Besatzern fertig geworden. Allerdings mit anderen Methoden als in Afghanistan. Man braucht fast nur warten, bis die Besatzer sich selbst erledigen, denn auf Dauer halten sich Besatzer ohne Durchmischung nie.

Ob gelb, ob grün, ob rot, ob braun, stets die Bürger in die Röhre schaun!

Stand: 01.09.18